Kalkstickstoff - der Feind tierischer SchädlingeSchnecken:Ganzjährige Bedeckung der Bodenoberfläche und reduzierte Bodenbearbeitung bilden ideale Lebensbedingungen für die Schnecken. Wie die letzten Jahre gezeigt haben, läßt sich das Schneckenproblem mit Molluskiziden allein nicht mehr in den Griff bekommen. Eine Düngung mit Kalkstickstoff zeigt eine bemerkenswerte schneckenbekämpfende Zusatzwirkung. Sein Vorteil gegenüber den Molluskiziden liegt darin, daß er nicht nur die Schnecken, sondern auch die Schneckeneier beeinträchtigt.
Drahtwürmer:Gegenüber Drahtwürmern kann mit einer Kalkstickstoff-Düngung teils eine vernichtende, teils eine vertreibende Nebenwirkung erzielt werden. Wie Praxisbeobachtungen zeigen, wird die Drahtwurmpopulation auf mit Kalkstickstoff gedüngten Flächen erheblich reduziert. Die aus der behandelten Bodenschicht vertriebenen Drahtwürmer wandern erst nach vollständiger Umwandlung des Düngers wieder langsam in die obere Bodenkrume ein. Bis dahin hat sich z. B. der Mais so kräftig entwickelt, so daß der Drahtwurm ihn kaum noch schädigen kann.
Grasnarbenschädlinge:Die Larven von Wiesenschnaken (Tipula), Haarmücken (Bibioniden) und Strahlenmücken (Philia) können erhebliche Schäden an der Grasnarbe hervorrufen. Durch Fraß an den Wurzeln und zum Teil sogar an den Blättern bewirken sie im Extremfall ein Absterben der Pflanzen. Aber auch die durch die Larven angelockten Krähen, Möwen und Maulwürfe verursachen auf der Suche nach diesen Wiesenwürmern großen Schaden. Eine gezielte und regelmäßige Düngung der Grünflächen mit Kalkstickstoff beugt dem Auftreten der gefräßigen Larven wirksam vor.
|
![]() |

