Was tun, wenn die Gülle schäumt?Mit dem Einsetzen der kalten Jahreszeit kommt es wieder vermehrt zu Problemen mit aufschäumender Gülle. Spätestens wenn der Schaum durch den Spaltenboden in den Stall eindringt oder wenn der Wind große Schaumklumpen aus dem Güllesilo davonträgt, ist rasches Handeln angesagt.Über die Ursachen der lästigen Schaumbildung gibt es verschiedene Theorien. Vermutlich sind Überschüsse an Energie und Eiweiß im Futter dafür verantwortlich. Dadurch gelangen energiereiche Verbindungen in die Gülle, die dort - ähnlich wie in einer Biogasanlage – von Bakterien vergoren werden. Aufgrund der hohen Viskosität der Gülle zerplatzen die aufsteigenden Gasbläschen aber nicht an der Oberfläche, sondern bilden eine Schaumschicht. Je nach Intensität der Bakterientätigkeit gewinnt der Schaum rasch an Mächtigkeit. Vor allem Bullenmäster sind von diesem Problem betroffen. Die davongewehten Schaumklumpen können zu Ärger mit der Nachbarschaft führen. Und im Stall werden die Tiere durch die ungewohnte Situation beunruhigt. Auf dem rutschigen Boden kommt es dann leicht zu Verletzungen.
Doch was kann der Landwirt unternehmen, um die unerwünschte Schaumquelle möglichst schnell wieder zum Versiegen zu bringen? Gute Erfahrungen wurden
in diesem Zusammenhang mit dem Düngemittel Kalkstickstoff Perlka gemacht. Am besten werden während des Aufrührens je Kubikmeter Gülle etwa 3 kg Kalkstickstoff zugemischt. Damit sich der Kalkstickstoff gleichmäßig in der Gülle verteilt, wird die benötigte Düngermenge nach und nach
in die strömende Gülle zugegeben. Besteht keine Möglichkeit zum Aufrühren, kann der Kalkstickstoff auch gleichmäßig über die gesamte Spaltenoberfläche
im Stall verteilt und anschließend mit reichlich Wasser weggespült werden. Hierbei muss sorgfältig gearbeitet werden, denn es dürfen keine
Kalkstickstoffreste auf den Spalten verbleiben. Ein direkter Kontakt der Tiere mit dem Dünger ist auf jeden Fall zu vermeiden!
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